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Fahrbericht BMW M850i

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Eine Multimedia-Geschichte von Stefan Weißenborn
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Vorn angefangen: Die lange Motorhaube spannt sich bis zur flach ansteigenden Frontscheibe. Kurz hinter deren Oberkante fällt die Linie lang gezogen und noch flacher ab, bis ein Bürzel den Abschluss markiert.

Sagen wir es anders: Die Silhouette des BMW 8er, Nachfolger des 6er, ist ein Meisterstück aus dem Designhandbuch für Coupés.

Und damit beweist der Zweitürer schon einmal Charakter – äußerlich zumindest.


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Man muss natürlich einräumen, dass dem Wagen - trotz aller Eleganz - der Protz aus jeder Blechspalte trieft. Nicht umsonst zählt er zu seinen Konkurrenten solche nicht minder krawalligen Luxussportraketen wie den Mercedes-AMG GT oder den Aston Martin Vantage - und weniger das elegantere S-Klasse Coupé von Mercedes.

Wo die Reise langegehen soll - davon kündet schon die aggressiv-zerklüftete Heckansicht mit markanten Endrohreinfassungen und Luftauslässen sowie der Materialmix beim von mir ausprobierten Exemplar mit Carbon-Exterieur-Paket.


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Apropos Carbon: Das Exterieur-Paket soll wohl Assoziationen wie »krass« und »hardcore« wecken. Zumindest steht da wahrhaftig  »Carbon Core« auf der Fußleiste . 

Für nicht mehr als 4.100 Euro Aufgeld werden Lufteinlass-Streben, Außenspiegelkappen, Heckspoiler und Heckdiffusor in Carbon ausgeführt. Wer noch einmal 3.000 Euro drauflegt, bekommt das Dach aus Kohlefaser oben drauf.

Sinn und Zweck? Ein möglichst sportlicher Auftritt. Profis jagen schließlich auch in Kohlefaser-Rennwagen um die Kurven. Den Gewichtsverlust des Autos durch den Leichtbauwerkstoff kann man angesichts des Gesamtgewichts von 1,9 Tonnen aber vernachlässigen. Doch vergessen wir das Tier von einem Motor nicht.
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Wir haben es zu tun mit einem V8 mit 530 PS, der zwar etwas ärmlich klingt, wenn man die Motorhaube öffnet, mit der Automasse aber leichtes Spiel hat. Sagenhafte 750 Newtonmeter Maximaldrehmoment stemmt er auf die Kurbelwelle.

Das bringt: Eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern, wobei diese gedeckelt ist und der 8er mehr könnte. Wahrscheinlich ist, dass man sich noch höhere Geschwindigkeiten für den kommenden M8 aufhebt, der dann auch dem bis zu 318 Sachen schnellen Mercedes-AMG GT Coupé Paroli bieten könnte.
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Der ganze Zahlenwust sagt natürlich nichts darüber aus, wie sich die Power im BMW anfühlt. Doch dazu später. Werfen wir erst mal einen Blick auf die Luxus- und Sicherheitsausstattung.

Selbstverständlich ist die volldigitale und konfigurierbare Cockpitanzeige, alles andere wäre in dieser Klasse ein Downgrade. Gleiches gälte, würden Ledersitze oder ein WLAN-Hotspot fehlen. 


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Hinzu kommen ein Head-up-Display und eine ganze Latte an Assistenzsystemen ab Werk, die sich ums Parken drehen oder bei Notbremsungen helfen, vor Querverkehr oder Autos im Toten Winkel warnen, Verkehrszeichen lesen und das Auto auf Spur halten.

Gegen Aufpreis sind teilautonome Fahrfunktionen an Bord wie z.B selbsttätiges Fahren und Stoppen im Stau, ein Nachtsichtassistent oder Laserscheinwerfer.

Für den Gucci-Faktor sorgt der gläserne Schaltknüppel, der sogar beleuchtet werden kann.

 
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Weniger annehmlich ist die kleine Kofferraumöffnung. Immerhin misst der Stauraum 420 Liter, was okay ist für ein Coupé.

Nicht okay aber ist der selbst für die Fahrzeugklasse sehr beengte Fond, der den 8er als Viersitzer Lügen straft – er müsste als Zweisitzer geführt werden.

Dass die hinteren Plätze im Dunkeln versinken und – sagen wir – gemütlich sind, ist normal, nicht aber, dass man die Füße schlicht nicht unter die Vordersitze schieben kann.

Aber kommen wir jetzt lieber Mal zur Sache.
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Ich drücke den Startknopf in der Gucci-Konsole, und siehe da: der V8 signalisiert übel grollend seine Einsatzbereitschaft. Nice.

Um der Kompromisslosigkeit, die schnell ins Prollige kippen kann, etwas die Schärfe zu nehmen, hat sich BMW einen schönen Marketing-Begriff für den potenten Zweitürer ausgedacht: Gentleman Racer.


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Gentleman Racer – das soll auch auf das GT-hafte des Autos anspielen. Tatsächlich hat der Wagen Langstreckenqualitäten im Sinne alter Gran Turismo-Coupés, die im zivilen Einsatz oft als »reisetauglich« ausgewiesen werden. Beim 8er trifft das zu - maximal für zwei Passagiere. 

Das adaptive Fahrwerk mit Luftfederung – trotz aller Härte, die es zeigen kann – ist im weichsten Modus eine komfortable Sache, die beheiz- und optional belüftbaren Ledersitze liegen tief wie das ganze Auto, bieten aber einen hervorragenden Komfort, und wer die Kurven schneller umzirkeln möchte, stellt als Mittel gegen die Zentrifugalkraft die Sitzwangen enger an.
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Und wer es gemächlich angehen lässt, hat bei einem Verbrauch von um die neun Liter Super Plus dank 68-Liter-Tank immerhin 700 Kilometer zwischen den Tankstellenstops.

Aber wer statt des Gentlemans lieber den Racer aus sich herauskehren möchte, der aktiviert den »Sport-Plus«-Modus. Dann dreht der V8-Twinturbo höher, wird unverschämt laut, die Lenkung direkter, und der volle Schub ist da. Und natürlich auch der immense Super-Plus-Durst, der schnell bei 15 Litern anlangt.


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Auch unter Volllast arbeitet die Achtgang-Automatik stets geschmeidig – die Zugkraftunterbrechungen äußern sich in sportlichen Millisekunden. Die Fahreigenschaften sind nach allem, was vom Format eines schwergewichtigen Autos zu erwarten sind, top.

Natürlich fährt sich der 8er mit dem massigen V8 unter der Fronthaube etwas kopflastig; zum Untersteuern, dem typischen Schieben über die Vorderachse, neigt er aber nur bei äußerst sportlicher Betätigung.

Die Allradlenkung ist mit jeder Lenkbewegung spürbar – es fühlt sich an, als handele es sich um einen agilen Flitzer einer Fahrzeugklasse tiefer und nicht ein fast fünf Meter langes Auto. Zu verdanken ist dies auch der elektromechanischen Wankstabilisierung und der intelligenten Drehmomentverteilung.
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Motor: V8-Benziner; Hubraum: 4395 ccm

Leistung: 390 kW (530 PS)

Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4851 mm/ 1902 mm/ 1346 mm/ 2822 mm

Kofferraum: 420 l

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

Beschleunigung: von 0-100: 3,7 Sekunden

Verbrauch: 9,7 Liter Super Plus/100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 221 g/km)

Schadstoffklasse: Euro 6d-TEMP

Preis: ab 125.700 Euro  

Der Testwagen wurde mir zur Verfügung gestellt von BMW.
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